3. Vorfinale – Showdown beim “Koch des Jahres” in Köln!

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3. Vorfinale Köln. Showdown beim “Koch des Jahres” in Köln!

Beim westdeutschen Vorfinale des “Koch des Jahres” am 15. April ging es bunt zu – Acht Kochtalente fanden sich im E50 | Gourmet Loft der Enólogos AG ein, um das erste Live-Vorfinale des Wettbewerbs zu bestreiten. Welche der auserwählten Köche sich die beiden Tickets zum Finale auf der Anuga sichern konnten, stand nach der Bewertung durch die Fachjury gegen Abend fest: Sascha Lenz, Küchenchef des Keidenzeller Hof in Langenzenn-Keidenzell und Christian Sturm-Willms, Junior Sous Chef im Kameha Grand Bonn. Nach Stuttgart, Salzburg und Köln bleibt für alle wettbewerbshungrigen Kochtalente noch beim Hamburger Vorfinale die Chance, sich zwei der begehrten Plätze für das Finale zu sichern.

Insgesamt 86 Profiköche hatten sich im schriftlichen Auswahlverfahren um eine Teilnahme am dritten Vorfinale des Wettbewerbs beworben. Das Niveau in Köln gilt traditionell als eines der höchsten des Wettbewerbs. Innerhalb der Menüs waren internationale Tendenzen und insbesondere asiatische Elemente stark vertreten. Das Publikum konnte sich kaum von den Theken der Küche lösen und verfolgte angetan das spannungsreiche Wettkampfgeschehen und die raffinierten Arbeitsschritte der Kochkünstler. Als zusätzliche Herausforderung stand jedem der Kochteams nur ein begrenzter Abschnitt der Küche zur Verfügung. Eine durchdachte Koordinierung und effiziente Arbeitsweise waren unerlässlich, um die Drei-Gang-Menüs in der vorgegebenen Zeit zuzubereiten. Immer dabei: die technische Jury aus Miguel Contreras, Dirk Rogge und Otto Wimmer. Sie bewerteten nicht nur die Arbeitsabläufe in der Küche, sondern dienten auch als als Ansprechpartner und Koordinatoren.

Fernab des Trubels in der Stage-Küche fand die Bewertung durch die Tastingjury in einem abgetrennten Raum im ersten Stock statt. Hier nahmen die Juroren die mit einer Nummer versehenen Menüs zur Verköstigung in Empfang. Die Spitzenköche Sebastian Frank, Jörg Leroy, Georg Maushagen, Erhard Schäfer, Claudia Schröter, Bernd Stollenwerk, Claudio Urru, Christopher Wilbrand sowie der Gastrokritiker Thomas Platt konnten sich einzig und allein auf die Resultate auf den Tellern konzentrierten. Ihre Bewertung beschränkte sich auf Innovation, Präsentation und den Geschmack der präsentierten Gerichte. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom Niveau der Kompositionen. “Hier kann man Sterne zählen”, so Christopher Wilbrand. Auch Claudia Schröter, die in jüngster Vergangenheit unter anderem als Hotelinspektorin für den Michelin-Guide unterwegs war, hatte das Gefühl, “in einem Sternerestaurant zu sitzen”.

Trotz der starken Konkurrenz kristallisierten sich während der Verköstigung zwei Kandidaten heraus, die ins Finale auf der Anuga einziehen dürfen: Sascha Lenz, Küchenchef des Keidenzeller Hof, konnte die Jury überzeugen und ging als Sieger hervor. Als Vorspeise servierte er Forelle, Brunnenkresse und Buchweizen, gefolgt von einem Hauptgang aus Entrecôte, Hummermajo, Belper Knolle, Bisquit und Asche. Das Dessert war eine Komposition aus Popcorn, Kokos, Schokolade, Malzbier und Coca Cola.
Auch das asiatisch geprägte Menü des zweitplatzierten Christian Sturm-Willms, Junior Sous-Chef aus dem Kameha Grand in Bonn punktete. Er präsentierte gebeizten Lachs, Gurken-Minz-Gel und gegrillte Mango in der Vorspeise, Entenbrust, grüner Spargel, Avocado und Süßkartoffel im Hauptgang sowie Joghurt-Yuzu-Schnitte und Kiwisorbet als Dessert. Der Royal-Meat-Preis für das beste Hauptgericht ging ebenfalls an Sascha Lenz. Über den Duckstein-Preis, für das Gericht, das am besten mit Bier harmoniert, konnte sich Johannes Goll aus dem Steigenberger Frankfurter Hof freuen. Der Fairnesspreis „Spirit of the Competition“ wurde an Benjamin Peifer, Küchenchef des Restaurant Urgestein in Neustadt an der Weinstraße verliehen.

Im Rahmenprogramm präsentierten die Spitzenköche Patrick Lorenz, Alexander Krob, Martin Schumann und “Koch des Jahres” 2011 Sebastian Frank ihr Können in der Stage-Küche. Auch die mobile Messe der Sponsoren der Veranstaltung bot die perfekte Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen und sich in angenehmer Atmosphäre und bei leckeren Häppchen über die neusten Trends der Branche auszutauschen. Nach der feierlichen Preisverleihung ging die Enólogos AG noch einmal in die Vollen und präsentierte als krönenden Abschluss eine Küchenparty der Spitzenklasse.

Ambitionierte Profi-Köche können sich noch bis zum 6. Mai für die Vorentscheidung in Hamburg anmelden. Die Chance heißt es zu nutzen – denn hier werden die letzten beiden Tickets für das Finale vergeben. Der “Koch des Jahres” 2012/13 wird auf der Anuga am 7. Oktober 2013 gekürt. Den Finalisten winken neben dem Titel „Koch des Jahres“ Preisgelder in Höhe von 26.000 Euro und ein fester Platz auf dem Kocholymp.

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Der erste Platz

Sascha Lenz konnte beim dritten Vorfinale des “Koch des Jahres” in Köln-Frechen den Sieg ergattern. Beim Finale auf der Anuga in Köln hat er am 7. Oktober die Chance auf den Titel.

Menü: 
– Flussbett… Heimische Forelle / Brunnenkresse / Kiesel / Buchweizen
– Made in Germany… Rosa Entrecôte / Hummermajo / Belper Knolle / Bisquit / Asche
– Kinogang… Popcorn / Kokos / Schokolade / Malzbier / Coca Cola

Nach dem Vorfinale in Salzburg startete Sascha Lenz in Köln einen zweiten Versuch, sich für das Finale zu qualifizieren. In seinen kulinarischen Kreationen stellt er das Elementare in den Vordergrund: “Das Produkt ist der Star!” erklärt der gebürtige Miltenberger. Sein persönlicher Liebling unter den Zutaten ist Fregola Sarda, da “es vielseitig einsetzbar ist und hervorragend zu Fisch und Meeresfrüchten passt” – und somit auch in die neue deutsche Avantgarde-Küche mit mediterranen Einflüssen, wie der 37-jährige seine Küche beschreibt.

Die Orientierung seiner Kompositionen rund um das Meer ist wohl dem beruflichen Wege Sascha Lenz abzuleiten, der in seinen vierjährigen Wanderjahren nicht nur die 5-Sterne-Hotellerie Österreichs und der Schweiz kennenlernte, sondern auch Erfahrungen in Istrien, Kroatien, Slowenien und Bangkok sammelte. Geprägt von seinen vielfältigen Stationen und der gegenwärtigen und bedeutsamsten Etappe im Keidenzeller Hof in Langenzenn, wo er das kleine Restaurant nach seinen Vorstellungen formen und entwickeln kann, hat Sascha Lenz seinen eigenen Stil gefunden, mit dem er die Kölner Jury erfolgreich überzeugt hat: “Jetzt bin ich soweit.”

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Der zweite Platz

Christian Sturm-Willms konnte sich beim Kölner Vorfinale den zweiten Platz sichern. Auch er hat sich damit für das Finale auf der Anuga qualifiziert.

Menü:
– Leicht gebeizter Lachs / Gurken-Minz Gel / gegrillte Mango / Sesampulver / Curry-Mayonnaise
– Entenbrust / Teriyaki-Lack / Grüner Spargel / Avocado / Edamane Bohnen / Vogelmiere / Süßkartoffel
– Joghurt-Yuzu-Schnitte / Kiwisorbet / Macadamiasand / Sakegelee / Vanillenquark

Christian Sturm-Willms war der jüngste Teilnehmer des Kölner Vorfinales. Die Leidenschaft fürs Kochen begann bei ihm bereits in der frühen Kindheit: „Bei uns wurde immer viel und gut gegessen und probiert!“ so der 25-jährige. Nach zahlreichen Praktika in der Schulzeit stand schließlich der Entschluss fest, eine Ausbildung als Koch zu machen – zunächst in einem kleinen und bodenständigen Hotel in Siegburg bei Bonn, bevor es Sturm-Willms in die gehobene Gastronomie zog – wie in das Kurhaus Binz auf Rügen, das Interalpen Tirol, das Gourmethotel Alpenhof in Tirol und das Landhaus Stricker auf Sylt. Dort verbrachte Christian Sturm-Willms eine Zeit im Gourmetrestaurant Holger Bodendort, die er als sehr wichtig erachtet: „In diesen 18 Monaten wurde ich doch sehr geprägt und geschliffen, was den Stil, das Lernen und das Feeling der Sterneküche angeht.“

Seit Anfang 2012 ist Sturm-Willms nun dauerhaft im Restaurant Yu Sushi des Kameha Grand in Bonn und erweitert seine Kochkünste an der Seite zweier japanischer Spitzenköche kontinuierlich um Elemente der traditionellen japanischen, euroasiatischen Küchen und Fusionsküche. Gemeinsam arbeitet das Team daran, den ersten Michelin-Stern ins Kameha Grand zu bringen. Wissbegierig und lerneifrig findet Christian Sturm-Willms überall Inspirationen, die ihn zu neuen Kompositionen beflügeln: „Ich schaue zu allen Köchen auf, von denen ich noch etwas lernen kann und die meinen Still weiterentwickeln können. Mich inspiriert alles, was mit Kochen zu tun hat – neue Produkte, neue Küchenstile, neue Techniken – einfach alles, und daraus werden dann neue Kreationen entworfen, was auch mal längere Zeit in Anspruch nehmen kann!“

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Die Teilnehmer

Diese acht Kochtalente nahmen am dritten Vorfinale des “Koch des Jahres” in Köln teil.

Johannes Goll
Sous Chef Restaurant Français, Steigenberger Frankfurter Hof, Frankfurt
Assistent: Thomas Stach

Michael Höpfl
Küchenchef Pauly Saal, Berlin
Assistent: Raimund Stuckerts

Marcus Langer
Sous Chef Gourmet Restaurant Lerbach, Bergisch Gladbach
Assistent: Alexander Pollmeier

Sascha Lenz
Küchenchef Keidenzeller Hof, Langenzenn-Keidenzell
Assistent: Alexander Gläsel

Benjamin Peifer
Küchenchef Restaurant Urgestein, Neustadt an der Weinstraße
Assistent: Youssef Aarab

Christian Senff
Repräsentant De’Longhi Deutschland, Kelkheim
Assistentin: Kiweli Katsikas

Jan Steinhauer 
Selbstständiger Eventkoch, Kriftel
Assistent: Philipp Stein

Christian Sturm-Willms
Junior Sous Chef Kameha Grand, Bonn
Assistent: Simon Linden