„Macht euer Ding und seid großartig“ – KDJ Finalist Trabski im Interview

*DATUM* 25.04.2016
*ORT* Scheck-In Kochfabrik / Achern
*ANLASS* Erstes Vorfinale des Wettbewerbs  "Anuga Koch des Jahres 2016/2017"
*RECHTE/PFLICHTEN* Nutzungsrechte für "Anuga Koch des Jahres" und assoziierte Unternehmen räumlich und zeitlich uneingeschränkt, medienunabhängig, im Rahmen der Berichterstattung über den Event. Bei Veröffentlichung ist lt. §13 UhrG der Urheber zu nennen (Foto: KDJ/Melanie Bauer Photodesign). No model release!
*DATUM* 25.04.2016
*ORT* Scheck-In Kochfabrik / Achern
*ANLASS* Erstes Vorfinale des Wettbewerbs  "Anuga Koch des Jahres 2016/2017"
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*DATUM* 25.04.2016
*ORT* Scheck-In Kochfabrik / Achern
*ANLASS* Erstes Vorfinale des Wettbewerbs  "Anuga Koch des Jahres 2016/2017"
*RECHTE/PFLICHTEN* Nutzungsrechte für "Anuga Koch des Jahres" und assoziierte Unternehmen räumlich und zeitlich uneingeschränkt, medienunabhängig, im Rahmen der Berichterstattung über den Event. Bei Veröffentlichung ist lt. §13 UhrG der Urheber zu nennen (Foto: KDJ/Melanie Bauer Photodesign). No model release!

© Melanie Bauer Photodesign

In Polen geboren, in der kulinarischen Welt zu Hause

Der Gewinner des ersten Vorfinales in Achern über das Gefühl auf dem Treppchen zu stehen, die Kunst aus herkömmlichen, regionalen Zutaten Außergewöhnliches zu zaubern und über die Träume eines angehenden Starkochs:

KDJ: „Fast zwei Monate sind vergangen, seid dir der goldene Schlüssel zum Finale, ein vergoldetes Messer von Friedr. Dick, überreicht wurde. Wie geht es dir jetzt – Macht sich dein Sieg auch im Alltag bemerkbar?“
Trabski: „Genial! Mir geht’s wunderbar, wir haben jetzt sehr sehr viel zu tun. Wir sind ein junges dynamisches Team, in dem alle ihr Bestes geben und regelrecht für ihren Beruf brennen. Es macht so viel Spaß in einer Atmosphäre zu arbeiten, in der jeder den ganzen Kopf voller neuer Ideen hat. Leidenschaft zählt, aber vor allem das qualitativ hochwertige und authentische Produkt.
KDJ: „Drei Gänge in nur fünf Stunden – ist das eine außergewöhnliche Herausforderung für einen Chefkoch der Spitzengastronomie wie du es bist, oder einfach nur ‚business as ususal“?
Trabski: „Eigentlich sind fünf Stunden eine lange Zeit, wenn man es zu der normalen Servicezeit in Restaurants vergleicht (lacht). Aber natürlich ist das Adrenalin und das Stresslevel bei dem Wettbewerb höher, weil man unbedingt das umsetzen möchte, was einem vorschwebt. Es war für uns äußerst wichtig, unseren Küchenstil zu präsentieren, den Gästen und Besuchern zu zeigen, was wir fühlen, wenn wir jedes einzelne Gericht für sie zubereiten.“

KDJ: „Die Komposition deines Hauptgangs (Karpfen mit Gänsestopfleber) war ziemlich gewagt. Wie kommst du auf solche Kombinationen?
Trabski: „Es langweilt mich einfach immer die gleichen Gerichte zuzubereiten, wie es sie in jedem anderen Restaurant schon gibt. Ente, Lamm, etc. Von dem Moment an, als ich mich dazu entschloss, bei Koch des Jahres mitzumachen, wollte ich etwas zubereiten was mich selbst richtig anmacht. Wir Köche müssen nicht den Blauen Hummer für eine unglaubliche Menge an Geld von Tokios Fischmarkt importieren. Du musst nur 30km Fahrt von Görlitz auf dich nehmen und kannst dort wundervollen Karpfen kaufen. Das ist es, was ich den Besuchern zeigen wollte: das Karpfen ebenso ein genialer und deliziöser Fisch sein kann, wenn man nur die angemessene Zeit der Zubereitung für ihn aufwendet. Und die Gänsestopfleber – sie sollte zeigen dass es im Leben darum geht alles einmal auszuprobieren. Selbst wenn man manchmal akzeptierte Konventionen damit bricht. Die Kombination von Geschmäckern aus dem Dorf, dem Fluss und der Farm ist für mich brilliant.“
KDJ: „Die Jury empfand dein Dessert (Apfelkuchen mit geräucherter Creme und Quittenmarmelade) als einen ausschlaggebenden Faktor, der zu deinem Sieg führte. Mit welchem deiner drei Gänge warst du am meisten zufrieden?“
Trabski: „Mein Dessert sollte von der Regionalität der Komponenten profitieren. Alle Zutaten können in jedem Zuhause und Garten gefunden werden. Durch die Zubereitung haben die herkömmlichen Zutaten ihren herausragenden Charakter erhalten. Darum war das Dessert auch mein Favorit.“
KDJ: „Woher hattest du die Zutaten?“
Trabski: „Wie gesagt, der Karpfen war von einer Farm in der Nähe von Görlitz. Das Frühlingslamm habe ich von einem sehr netten Fleischer bekommen. Wir haben die Tiere zusammen zubereitet, so dass wir wirklich das gesamte Fleisch verwerten konnten. Das ist für mich sehr wichtig, das Produkt zu respektieren. Ich hasse es, Nahrungsmittel zu verschwenden.“

KDJ: „Wie sehr beeinflussen deine polnischen Wurzeln deine Kreationen und deinen Stil?“
Trabski: „Um ehrlich zu sein gar nicht. Vielleicht nur die Tatsache, dass ich durch meine Mutter und Großmutter das Kochen zu lieben gelernt habe. Schon mit fünf Jahren wusste ich, dass es das ist, was ich im Leben machen wollte. Nachdem ich von meinem kulinarischen Exil in der ganzen Welt zurückkehrte verbrachte ich drei Jahre in Polen. Aber ich persönlich denke, dass das verschwendete Zeit war, in der ich nichts dazugelernt habe. Das ist auch der Grund, warum ich so oft ins Ausland geflüchtet bin: um zu fühlen, was richtiges Kochen bedeutet.“
KDJ: „Trotz deines Erfolgs – gibt es etwas, das du anders machen würdest wenn du noch einmal im Vorfinale von Koch des Jahres antreten würdest?“
Trabski: „Wahrscheinlich schon. Ich würde mein Lamm sogar noch 15 Minuten länger garen lassen, so dass es komplett auf der Zunge zergeht, so wie Butter. Aber eigentlich ist das alles (lacht).“
KDJ: „Wie hat die Erfahrung bei Koch des Jahres bisher deinen Kochstil, Karriere und Ambitionen beeinflusst?“
Trabski: „Die Teilnahme bei diesem Event erinnert dich wieder daran, dass das, was du machst, einen Sinn hat. Ich liebe meinen Job – und Koch des Jahres (grinst). Es ist eine mega Motivation. Jetzt ist mein Hauptziel einen Stern zu ergattern und darauf fokussiere ich all meine Energie.“
KDJ: „Was hast du sonst noch für Ziele vor Augen – auch angesichts des Koch des Jahres Finale auf der Anuga in 2017?
Trabski: „Oh … es ist viel los in nächster Zeit. Bis Ende September werden wir weitere Restaurants in Berlin eröffnen. Es wird mein kleines Baby, mein Wunderkind sein und meinen größten Traum erfüllen. Ich habe eine Küche mit allen kleinsten Details entworfen. Ich werde mit meinem Team zeigen, dass das, was wir tun, einfach genial ist. Mein zweitgrößter Traum ist natürlich, beim Finale zu gewinnen. Dort wird mein Menü ein richtiges Feuerwerk sein, eine wundervolle Erfahrung, eine verdammte kulinarische Revolution für diejenigen Auserwählten, die probieren dürfen.“
KDJ: „Danke Tomasz für das spannende Gespräch. Gibt es noch etwas, das du zukünftigen Bewerbern bei Koch des Jahres mit auf den Weg geben möchtest?“
Trabski: „Vor allem: Bleibt bescheiden, bodenständig und friedlich – Das ist ja jetzt einfach für mich zu sagen (lacht). Ich hatte auch erst ein wenig Angst vor der Herausforderung. Aber ernsthaft: Wenn ihr von euren Gerichten und Geschmack überzeugt seid, macht euer Ding und seid großartig.“

Next Stop Salzburg! Jetzt bewerben und dem eigenen Karrieretraum näher kommen!

Achern war erst der Anfang. Weiter geht die Suche nach dem Koch des Jahres 2017 mit der #servus edition in Salzburg! Am 10. Oktober steigt das zweite Vorfinale in der Panzerhalle. Als Profikoch könnt ihr euch bis zum 10. August bewerben und zeigen, was ihr drauf habt!

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Koch des Jahres T-Shirts für unsere kulinarischen Fans im Angebot!

Derzeit bekommt ihr ein T-Shirt für nur 18€ 🙂 Bestellung per E-Mail an info@kochdesjahres.de.

Wer hat wohl beim Aromenparcours gewonnen?

Die Gewinner des in Achern ausgetragenen Gewinnspiels werden in den nächsten Tagen auf Facebook ekannt gegeben. Es bleibt also spannend: Wer hat wohl ein Messer von Friedr. Dick, ein FOUR Jahresabo, ein Friesenkrone Überraschungspaket und ein 1,5l Viognier Magnum von Ômina Romana, Latium Italien gewonnen?

>> zur Auslosung bei Facebook

Vega Champions – Nachwuchs für den Koch des Jahres

Nachdem die VEGA Champions im Mai gekürt wurden, gibt’s nun ein tolles Video, das einen Einblick in den spannenden Nachwuchswettbewerb liefert. Seht selbst