Freiburg, 16.04.2020 – #zweikommavier

Die gestrige Pressekonferenz der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten fühlte sich für viele GastronomInnen und Hoteliers an wie ein Schlag ins Gesicht. Hotels und Gastronomien bleiben weiterhin geschlossen und wie es diesbezüglich weitergehen soll stand vorerst nicht an der Tagesordnung.

Natürlich muss mit Vorsicht agiert werden, denn jede kleine Lockerung kann folgeschwere Konsequenzen nach sich ziehen.

Doch die Begründungen, die gegeben wurden warum ein Wiederöffnen der Gastronomien vorerst zu risikoreich wäre, versetzt einen doch ins Grübeln.

Bundeskanzlerin Merkel sagt: „Wir haben nach wie vor an die Menschen die Anforderung außerhalb des eigenen Hausstandes nur mit einer einzigen weiteren Person aufzuhalten und Sie können sich vielleicht vorstellen bei Gaststätten ist es überhaupt nicht mehr kontrollierbar wer um einen Tisch herumsitzt.”

Ministerpräsident Söder ergänzt: „Es kommt darauf an unkontrollierbare Situationen weitestgehend zu unterbinden. Wenn wir Lokale wieder öffnen, würden wir zum jetzigen Zeitpunkt erhebliche Risiken eingehen. Man kann in der Gastronomie per se keinen Mundschutz einführen und dort wo es dann auch die Chance gibt ein Glas Wein oder ein Bier zu trinken wird die Disziplin automatisch schwächer und darum ist dieser Teil derjenige der am entferntesten ansteht.

Die Frage ist warum?

Warum soll man in einer Gaststätte nicht kontrollieren können wer um einen Tisch herumsitzt – weniger als man es auf der Straße beim spazieren gehen kontrollieren kann?

Warum wird angenommen, dass Gastronomien Orte unkontrollierbaren Rausches sind, bei denen jegliches Verantwortungsgefühl verloren geht?

Warum wird davon ausgegangen, dass in der Gastronomie keine funktionierenden Hygienevorkehrungen und Sicherheitskonzepte umsetzbar sind – so wie es für den Einzelhandel angenommen wird?

Wenn die letzten Wochen etwas gezeigt haben, dann das der Ideenreichtum und das Umsetzungsvermögen in dieser Branche enorm ist.

Ist es nicht Zeit, dass auch der Gastronomie und Hotellerie Solidarität gezeigt wird und auch ihnen zugetraut wird sichere und verantwortungsvolle Lösungen und Konzepte in dieser Pandemie zu finden?

Ist es nicht Zeit, dass die Wertschätzung der Gastronomie zunimmt und deren Zukunft nicht „am entferntesten Ende” der Tagesordnung steht?

#zweikommavier

2,4 Millionen – das ist die Zahl all derer, die in der HoReCa-Branche in Deutschland tätig sind. 

All derer, die im Jahr 2019 94 Milliarden Umsatz in Deutschland erwirtschaftet haben. 

All derer, die mit über 222.740 Betrieben eine enorme Wirtschaftskraft ausmachen und dazu unser gesellschaftliches Leben prägen. 

All derer, von denen wir wollen, dass Sie auch nach der Krise noch da sind, dass Ihre Cafes, Bars, urigen Kneipen, Restaurants, Hotels, Foodtrucks, Caterings, etc. auch nach der Krise noch unsere Straßen säumen und unser Leben vielfältiger, bunter, kulinarischer – schlicht lebenswerter machen! 

Die letzten Wochen haben neben all den sich überschlagenden beunruhigenden Nachrichten vor allem Eines gezeigt: Wir sind eine Gemeinschaft – und wir brauchen einander! 

Zu sehen wie sich dieser Spirit durch die Gesellschaft und die Sozialen Medien zieht macht Mut! Solidarische Aktionen werden ins Leben gerufen wie „Kochen für Helden“, GastronomInnen reagieren flexibel und ziehen in kürzester Zeit Lieferdienste hoch, KöchInnen teilen ihre Rezepte online und Gäste wollen ihre lokalen Restaurants durch den Kauf von Gutscheinen oder dem vermehrten Nutzen von takeaway-Angeboten unterstützen. Vielleicht ist diese Zeit also auch eine Chance Gastronomie anders zu denken und eine tiefere Wertschätzung zu etablieren. 

Mit #zweikommavier wollen wir diesen Spirit aufrecht erhalten!

Denn #zweikommavier heißt wir sind nicht allein – wir sind über zwei Millionen!

#zweikommavier heißt wir sind unverzichtbar!

#zweikommavier heißt wir sind eine Gemeinschaft und wir schaffen das!

Macht mit! Werdet Teil von #zweikommavier und zeigt, dass wir eine Gemeinschaft sind! Ladet euch die Graphik runter und teilt sie auf euren Social Media Profilen, Webseiten, Blogs etc.

Zusammen sind wir stärker!

Euer Koch des Jahres-Team

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