Unterwegs mit Koch des Jahres – Auf nach Monster!

682 Kilometer liegen hinter uns als wir den beschaulichen Ort Monster in den Niederlanden erreichen. Warum verschlägt es uns soweit nördlich der „Koch des Jahres“-Headquarters? Koppert Cress öffnet heute seine Pforten für uns und gewährt uns Einblicke in die Welt der Kresse

Kresse – Ich muss gestehen, dass ich, wie die meisten wahrscheinlich, dabei nur die gewöhnliche Gartenkresse im Kopf habe. Meine kulinarische Bekanntschaft mit Kresse beschränkte sich bis dato darauf, dass ich sie gehäuft als Dekoration auf meinem Gericht antraf oder mir großzügig auf ein Butterbrot streute. Lecker, aber nichts, was Begeisterungsstürme an meinem Gaumen verursacht hätte. Was ich noch nicht wusste war, dass sich meine Beziehung zu Kresse heute grundlegend verändern sollte, denn mit bloßer Gartenkresse und Dekorationsartikeln hat das, was sich hinter den Türen von Koppert Cress abspielt nichts zu tun.

Kaum ist man durch die Eingangstür getreten, fühlt man sich ein bisschen als hätte man sich in einem Spa eingebucht. Alles ist grün und lichtdurchflutet und das Plätschern des Brunnens im Eingangsbereich legt sich direkt beruhigend auf das eigene Gemüt . Wir werden in die „Cresserie“ geführt, einem großen Tagungsraum, der von einem massiven Holztisch ausgefüllt wird und über eine kleine Bar verfügt. Den zweiten Teil des Raumes bildet eine große Vorführungsküche. Das Auge fällt direkt auf die Mitte des Raumes. Wo der Molteni Podium IV platziert ist. Dieser Koloss gilt als Ferrari unter den Küchenherden und ist auf der Welt insgesamt nur viermal zu finden.

Koppert Cress
koppert Cress

Nach dieser Expeditionstour geht es weiter in große Gewächshausanlage, wo mit viel Liebe und Präzision das Saatgut zum keimen gebracht wird. Wichtige Eckpfeiler der Anlage sind die innovative Klimasteuerung, das nachhaltige Wassermanagement sowie die LED-Lampen zur Beleuchtung der Pflanzen.

Zu guter Letzt werden wir noch zum Mittagessen in die erste Klimaneutrale Betriebskantine der Niederlande eingeladen. Hier wird Frische und gesunde Ernährung groß geschrieben. Besonders überrascht hat mich, dass hier gänzlich auf das Salz beim Kochen verzichtet wird.

Als wir schon wieder im Auto sitzen bin ich immer noch ganz überwältigt von den Eindrücken die wir heute gewonnen haben, und ich muss mir eingestehen, dass mir zuvor nicht bewusst war, was Kresse eigentlich bedeutet und welche Geschmacksvielfalt und welches kulinarische Potenzial in den kleinen Keimlingen schlummert.

Erst betreten wir den „essbaren Dschungel“ – ein Gewächshaus der besonderen Art. Hier wird ausprobiert und experimentiert was die Pflanzen der Welt zu bieten haben und welche davon sich als mögliche Ergänzung zum Koppert Cress Sortiment eignen.

Auf Streifzug durch den Dschungel dürfen wir uns hier und da etwas abzupfen und probieren. Was wir hier schmecken hat wirklich nichts mehr mit der gewöhnlichen Gartenkresse zu tun, sondern gleicht einer Reise durch die Welt der Geschmäcker.

Tatsächlich handelt es sich bei dem meisten was hier antreffen gar nicht um die Kresse im herkömmlichen Sinne sondern um sogenannte Microgreens . Unter Microgreens versteht man die einfachste und natürlichste Form der Pflanze – die Keimlinge. Das besondere an diesen Babypflanzen ist, dass sie besonders Nährstoffreich und geschmacksintensiv sind, da sie die geballte Energie tragen, um zu einer ausgewachsenen Pflanze zu werden.

Wir probieren Citra Leaves die eine Säure im Mund verbreiten als hätte man direkt in eine Zitrone gebissen, Oyster Leaves, die einem kombiniert mit den Salty Fingers den Geschmack von Meereswasser und frischen Austern auf die Zunge zaubern, Majii Leaves, die Geschmacksaufnehmende Eigenschaften besitzen oder die Dushi Buttons, die mit ihrer zarten Süße auch als das kleinste Dessert der Welt durchgehen könnten. Es schmeckt nach Anis, nach Erbse, nach Brokkoli, nach Knoblauch oder Camenbert, sogar die Geschmacksrichtung umami ist vertreten. Ich fühle mich wie in dem Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich frage mich, wie so etwas Kleines, eine solche Explosion am Gaumen erzeugen kann.

Auf nach Monster

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