Yann Bosshammer

Sous Chef Restaurant Opus** – Mannheim

„Zwischen deutscher und französischer Sternegastronomie.“

Der gebürtige Franzose Yann Bosshammer war 2017 bereits als Assistent von Daniele Tortomasi im 3. Vorfinale von ,,Koch des Jahres“ in Hennef mit dabei und kämpfte sich gemeinsam mit ihm bis ins Finale. Nun wird er selbst die Führung übernehmen und ergreift die Chance, seine Kunst auf der Bühne von ,,Koch des Jahres“ zu präsentieren.

Erste Berührungspunkte mit der Gastronomie hatte er bereits mit 13 Jahren bei einem Betriebspraktikum bei Monique und Emile Jung im Restaurant Au Crocodile*** in Strasbourg. Seitdem schaut der junge Sous Chef auf einige beachtliche Stationen, sowohl in der französischen als auch in der deutschen Gastronomielandschaft zurück. Geboren und aufgewachsen in Frankreich absolvierte er dort auch seine Kochausbildung im Restaurant und Spa Diana in Molsheim sowie im Restaurant Le Parc in Obernai. Den Einstieg in die Sternegastronomie gelang ihm über das Le Jardin Secret* in La Wanzenau in Frankreich, bevor es ihn nach Deutschland ins Hôtel & Restaurant Schloss Eberstein* in Gernsbach zog. Mit der Absicht sein Handwerk zu perfektionieren und von den bedeutendsten Köchen des Landes zu lernen, verschlug es ihn in die Kaderschmiede Restaurant Schwarzwaldstube*** in Baiersbronn wo er unter Harald Wohlfahrt sowie Torsten Michel arbeitete. Eine Reise nach Südafrika und die vielzähligen Erfahrungen in der Sterne-Gastronomie haben ihn zweifelsohne geprägt. Doch besonders an der deutschen Sternegastronomie schätze er besonders, dass sie sich stetig weiterentwickele, kreativer und moderner werde und Einflüsse verschiedener Küchen vereine. Seit 2018 ist er als Souschef im Mannheimer Sternerestaurant Opus V** tätig. Dort will er seine Gäste mit einer erstklassigen Küche glücklich machen. „Auch in der Sterneküche dürfen einmal Fehler passieren, doch es ist meine Aufgabe als guter Sous Chef, dass diese Fehler nicht beim Gast ankommen.“

Kochen gleiche einer Choreografie, die der Küchenchef sorgfältig inszeniert. So ist seiner Meinung nach Kochen„seine eigene Kreativität zu interpretieren und damit Leute glücklich zu machen, wie eine Ingenieurausbildung, nur anders.“Aus den gesammelten Erfahrungen in Gourmet-Restaurants, der Leidenschaft und dem respektvollem Umgang mit den Lebensmitteln hat sich somit sein ganz persönlicher Küchenstil entwickeln können. Dabei orientiert er sich immer am Motto «Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung». Die Produkte verarbeitet er mit viel Sorge und Respekt, denn,,gutes, nachhaltiges Essen steigert die Lebensqualität um ein Vielfaches,“ betont er.

Mit seiner kulinarischen Kombination aus Tradition, Heimat und Moderne will der junge Koch mit seinem Assistenten Logan Seibert bei dem Live-Wettbewerb ,,Koch des Jahres“ antreten und den Titel als erstes französisches Team gewinnen. Wird es ihm gelingen, sich gegen seine sieben Mitstreiter durchzusetzen und die hochkarätige Jury überzeugen zu können?

Stephan Haupt

Sous Chef Restaurant Ente* - Wiesbaden

„Harmonie entsteht durch Kontraste»

Stephan Haupt ist definitiv kein unbekanntes Gesicht in der Koch-des Jahres-Familia! Der wettbewerbsbegeisterte 33-Jährige kämpfte bereits mit seinen süßen Kreationen im Finale von Patissier des Jahres im Jahr 2017 um den Titel, den er nur knapp verpasste. 2018 folgte die Teilnahme beim Vorfinale von ,,Koch des Jahres» in Heidelberg.

Privat hat der gebürtige Rheinhesse schon immer leidenschaftlich gerne gekocht, doch setzte sich Stephan während seiner Schulzeit eigentlich das Ziel Pilot zu werden. Nach Praktika in gastronomischen Betrieben entschied er sich jedoch gegen eine berufliche Laufbahn in der Luftfahrt und folgte dem Ruf seines Herzens. So ließ er sich im Hotel „Jordans Untermühle“ in Köngernheim zum Koch ausbilden und durchlief seitdem verschiedenste Positionen: Chef de Partie im ,,Schwarz- Das Restaurant*“ in Heidelberg sowie Sous Chef im Restaurant Marly in Ludwigshafen und dem Strahlenberger Hof in Schriesheim. Durch Stationen in verschiedenen Sterne-Restaurants wie der Scharffs Schlossweinstube* in Heidelberg und dem Restaurant Axt* in Mannheim konnte er sein kulinarisches Können weiter verfeinern. Ab 2019 kochte er als Küchenchef im Landgut Lingental in Leimen.

Der handwerkliche Aspekt seines Berufs reizt ihn seit dem Beginn seiner Kochausbildung am meisten. Auch eine gute Portion Selbstkritik ist ihm sehr wichtig: „You are only as good as the last meal you cooked.“ – ein Motto nach dem er nicht nur arbeitet, sondern auch lebt. Inspirationen für seine Gerichte sucht er meist in der Natur und integriert diese in seinen Küchenstil, den er selbst als „saisonal und regional fokussiert mit internationalen Einflüssen“ beschreibt. Für ihn sollten Nachhaltigkeit und Bewusstsein in jeder Küche als wichtige Themen wahrgenommen werden. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Verarbeitung der Lebensmittel, sondern auch auf den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern.

Nach jeder Teilnahme an Wettbewerben wie dem JRE Patisserie Cup und Junge Wilde by Rolling Pin feilte Stephan an seinen Kreationen und setzte sich als Ziel, seine Leistungen zu verbessern. Nun treffen er und ,,Koch des Jahres» abermals aufeinander – ein Wiedersehen mit Freude! Ob er sich diesmal wieder bis ins Finale kochen und sich vielleicht sogar den prestigeträchtigen Titel sichern wird?

Maximilian Huber

Chef de Partie Widder Restaurant** - Zürich

„Elementar ist der Respekt vor jedem Lebensmittel.“

Schon als Kind faszinierte Maximilian Huber (25) die kulinarische Vielfältigkeit. Seine reisebegeisterten Großeltern brachten ihm regelmäßig kulinarische Souvenirs aus den verschiedensten Regionen mit. Sein Interesse daran, wie diese verschiedenen Geschmäcker und Aromen entstehen, weckten in ihm den Wunsch, Koch zu werden. „Natürlich konnte ich mir damals kaum vorstellen, was es heißt, in der Gastronomie tätig zu sein. Das, was mich einst schon faszinierte und es bis heute tut, ist die Möglichkeit mit diesem Beruf beinahe überall auf der Welt tätig sein zu können.“

Nach seiner Ausbildung zum Koch im Hotel Grüner Wald in Freudenstadt, arbeitete er als Chef de Partie in zahlreichen Sterne-Küchen Deutschlands und der Schweiz, wie beispielsweise von 2016 bis 2018 im Opus V ** in Mannheim an der Seite von Tristan Brandt und 2018 im Restaurant ECCO in Zürich** an der Seite von Stefan Heilemann. Seit 2020 arbeitet er nun als Chef de Partie gemeinsam mit Stefan Heilemann im Sterne-Restaurant Widder** in Zürich und kann dort seine Kreativität noch weiter entfalten. Seine Arbeit mit Sterne-Köchen habe ihn nachhaltig verändert. Sie lehrten ihn letztendlich das nötige Verständnis für das Gastgebertum, sowie die Liebe und die Leidenschaft für das Kochen. Des Weiteren nimmt sich der junge Koch die Produzenten zum Vorbild, von denen sie die Lebensmittel beziehen und die ihm den respektvollen Umgang mit Ressourcen vermitteln.

Beim Kochen versucht er die signifikanten Wesenszüge jedes Grundprodukts herauszuarbeiten und mit möglichst wenigen Bestandteilen auf dem Teller zu überzeugen. Umso sorgfältiger erfolgt seine Auswahl und Zubereitung der Produkte. Es entsteht ein Stil, der sich eingehend mit der Identität der Produkte beschäftigt und den Gast für die pure Schönheit und den Wert der Natur begeistern soll. Aufhören, diese zu unserem Nutzen auszubeuten und empfänglicher werden für das, was uns die Natur mitteilt, lautet seine Devise.

Nun hat Maximilian Huber die Möglichkeit seine kulinarische Vielfältigkeit auf der Bühne von „Koch des Jahres“ zu präsentieren. Gegen 100 Mitbewerber*innen konnte er sich mit seinem Bewerbermenü bereits durchsetzen. Wird er die hochkarätige Jury von sich überzeugen und ins Finale von ,,Koch des Jahres» einziehen?

Udo Knörlein

Küchenchef und Inhaber Restaurant Kitchen Library - Berlin

Handwerk, Finesse und Forschergeist

Unglücklich in seinem Beruf als Stuckateur entschied sich Udo Knörlein vor nunmehr 18 Jahren für eine Laufbahn als Koch – eine Entscheidung, die er nicht bereuen sollte, denn im Kochen fand er eine Arbeit die ihn erfüllte. Nach seiner Ausbildung im Hotel Villa Geyerswörth in Bamberg, folgten Stationen als Chef de Partie im „Hotel Krafft“ in Basel, als Sous Chef des Restaurants „Lokal“ in Berlin bis hin zum Küchenchef im Restaurant „Lade“ und Restaurant „La Suite“ in Zürich. 2016 konnte er sich dann endlich einen Traum erfüllen: ein eigenes Restaurant! Mit der ,,Kitchen Library“ in Charlottenburg, Berlin, vereint er gemeinsam mit seiner Frau eine Kochbuch-Bibliothek mit einem Restaurant. Inmitten von 600 Büchern soll so eine ungezwungene Wohlfühlatmosphäre für Bücher- und Gastronomiefreunde entstehen.

Inspiriert durch seine Berufserfahrungen in Zürich stehen der reine Geschmack und die pure Verarbeitung der Lebensmittel, ein hoher Anspruch an handwerklichem Können und die Qualität der Produkte im Fokus. Der junge Koch ist darauf fokussiert, seine Ideen auf einen Teller zu bringen, indem er diese mit der deutsch-französischen Küche als Crossover präsentiert. Seine kreative Offenheit trifft auf nachhaltiges Bewusstsein, weshalb Udo in seiner Küche den nose to tail-Ansatz verwendet und auf die Haltung der Tiere achtet.

Die Deutsch-Französische Küche mit Anleihen aus Crossover und International machen seinen Kochstil besonders. Dabei kombiniert er Saisonalität, Handwerk und Regionalität mit seiner kreativen Offenheit und vereint spannende Komponenten zu einem harmonischen Ganzen auf dem Teller.

Während des Lockdowns, als er nicht wie gewohnt im Restaurantbetrieb arbeiten konnte, widmete sich der Koch kreativen Prozessen. Entstanden ist daraus sein Bewerbermenü mit dem er sich gegen 100 andere Mitbewerber*innen durchsetzen konnte und sich für das 2. Vorfinale von ,,Koch des Jahres“ qualifizieren konnte. Wird er mit seinem Können auch die hochkarätige Wettbewerbsjury überzeugen können?

Jessica Maggetti

Betriebsleiterin Personalrestaurant SAG - Dietlikon

,,Immer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung»

Dass Jessica Maggetti mal Köchin wird, wurde ihr schon sehr früh bewusst. Ihre Passion fürs Kochen hat sich aus den kulinarischen Künsten ihres Großvaters und den ersten Erfahrungen im Restaurant der Eltern entwickelt. Also entschied sich die Schweizerin ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Ihre Ausbildung absolvierte sie im Restaurant Gotthard in Goldau, und blickt nun auf zahlreiche berufliche Stationen in der Schweiz zurück. Unter anderem war sie Sous Chefin im EKZ in Zürich, in 2016 Geschäftsführerin und Küchenchefin im Restaurant Rigi in Arth, sowie zwei Jahre später Küchenchefin und Betriebsassistentin der puurpuur Solution AG in Zug. Seit 2019 ist Jessica Betriebsleiterin im Schweizer Personalrestaurant SAG in Dietlikon, wo sie täglich mit ihrem kleinen Team von drei Mitarbeiterinnen bis zu 150 Gästen mit viel Kreativität und Liebe zum Detail versorgt. Ihre Mitarbeiterführung soll dabei vor allem durch gute und transparente Kommunikation glänzen.

Ein kulinarisches Vorbild findet sie im Schweizer Spitzenkoch Stefan Wiesner, der sie immer wieder zu neuen Ideen inspiriert und ihre Experimentierfreude weckt. „Keine Langweile aufkommen lassen, immer dazuzulernen und sich neuen Herausforderungen stellen“ lautet demnach auch ihr Motto. Von Ehrgeiz gepackt versucht sie sich stetig weiterzuentwickeln und in ihrer Küche neue Geschmacksrichtungen und Kreationen zu präsentieren. Als größte Motivation steht ganz klar die Liebe zum Beruf und zu ihren Gästen dahinter, doch sei ihr auch bewusst, dass es als Frau leider immer noch schwer ist, Anerkennung in der Gastronomie zu erhalten. Daher rät sie Nachwuchsköchinnen:„Um sich als Frau in der Branche zu behaupten braucht man Durchhaltevermögen. Es ist wichtig, dass man sich traut zu sagen was man denkt – besonders, wenn einem etwas nicht passt, denn nur so kommt man weiter.“

Mit ihrem facettenreichen Kochstil setzt die Köchin auf kreative und lockere Kreationen, die begeistern und Wellness für alle Sinne bieten sollen. Ihr Mantra ist dabei: „Fantasie beim Anrichten, um das Auge zum Lachen zu bringen und perfektes Abschmecken, damit der Duft sinnlich durch die Nase zieht – mit dem Ziel, Gutes auf der Zunge zergehen zu lassen.“ Außerdem lässt sich die 38-jährige von der Grundhaltung der „Green Chefs“ inspirieren und achtet darauf die Co2-Belastung in ihrer Küche einzudämmen.

Auch Kochwettbewerbe sind kein Neuland für Jessica, so holte sie 2004 bei der Olympiade der Köche in Erfurt den Titel nach Hause oder konnte sich 2019 beim Beef Club bis ins Halbfinale kämpfen. In zahlreichen Kochkunstausstellungen, wie dem Salon Culinaire Mondial hat sie ihr Können bereits beweisen können– jetzt folgt die nächste große Herausforderung. Ihre Teilnahme beim renommierten Live-Wettbewerb „Koch des Jahres“. Wird sie sich als einzige weibliche Kandidatin gegen ihre sieben Mitstreiter durchsetzen und sich den Einzug ins Finale sichern?

Nicolas Rathge

Küchenchef und Inhaber Oma Wilma Heimatküche - Sylt

,,Sein ganzes Herz in die Gerichte bringen»

Als gebürtiges Inselkind der kulinarischen Hochburg Sylt ist es Nicolas Rathge gewohnt von Sterne-Restaurants und erstklassigen Gastronomen umgeben zu sein und hat bereits als 15-Jähriger angefangen in der hiesigen Gastronomieszene zu arbeiten – gefesselt von der organisierten und dynamischen Bewegung einer Restaurantküche. Als allererstes hatte ihn jedoch seine Oma Wilma, nach der er Ende 2019 sein eigenes Restaurant benannte, für die Küche begeistern können und band ihn schon früh regelmäßig in die Zubereitung des Familienessens ein. Somit stand sein Entschluss fest, sich als Koch zu verwirklichen.

Die Ausbildung absolvierte der heimatverbundene 31-Jährige im renommierten Hotel und Restaurant Jörg Müller* auf Sylt, den er auch als sein ganz persönliches kulinarisches Vorbild nennt. Der Sternegastronomie blieb er anschließend einige Jahre treu mit Stationen im Restaurant Margaux by Michael Hoffmann ** in Berlin und Sölring Hof** by Johannes King auf Sylt. Es folgte eine kulinarische Reise mit der MS Europa – eine Erfahrung, die er jedem Jungkoch ans Herz legen würde. Verschiedenste Küchen zu entdecken und außergewöhnliche Geschmäckern aus den kulinarischen Ecken der Erde zu probieren, wie dem Nachtmarkt in Hongkong, waren für ihn besonders prägend. Zurück auf der Insel verlieh er als Chef de Partie, Sous Chef und Küchenchef noch einigen Sylter Gastronomien seine Handschrift bevor er sich 2019 endlich seinen Traum erfüllte – ein eigenes Restaurant. Im „Oma Wilma“ begeistert er seine Gäste seither mit exzellenter friesischer Heimatküche. Hier inszeniert er traditionelle Gerichte neu und bringt so mit handwerklicher Perfektion seine Liebe zu Sylt auf den Teller. Auch in Zukunft sieht er sich auf der Insel und plant sogar ein zweites rein vegetarisches Restaurant zu eröffnen.  „Für mich ist Sylt Heimat und ich möchte aus diesem Universum auch erstmal nicht heraus.“

„Sein ganzes Herz in die Gerichte bringen“ – wie soll das möglich sein? Indem man sich selbst als Koch treu bleibt, meint Nicolas. Seinen Küchenstil könne man nur dann frei entwickeln, wenn man nicht versucht andere Köch*innen kopieren zu wollen. Für die Zukunft der Gastronomie erhofft er sich zudem eine größere Wertschätzung und nachhaltigere Verarbeitung der Lebensmittel: ,, Kochen ist ein Handwerk und das wird leider in vielen Köpfen Deutschlands vergessen, denn es ist der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann.“

Auch in Sachen Wettbewerbserfahrungen schaut der junge Koch bereits auf beachtliche Leistungen zurück. So siegte er 2018 bei der Friesenkrone Matjes Challenge, belegte 2016 beim Next Chef Award den 4. Platz und gehörte 2017 zu den Top Ten beim Genuss Contest. Bei den JUNGEN WILDEN 2018 erkämpfte er sich im Vorfinale in Berlin den dritten Platz. Ein Jahr später schaffte er es in München sogar auf den zweiten Platz. Dieses konnte er sich auch bei „Koch des Jahres“ qualifizieren und stellt sich somit seiner nächsten großen Herausforderung. Wird es ihm gelingen sich bis ins Finale zu kochen?

Peter Reithmayr

Küchenchef - Restaurant Aqarium und den SPA Villas Geinberg5, Geinberg

Ein österreichischer Gourmet-Weltenbummler

Ein Schnuppertag im Saalfelder „Gut Brandlhof“ und es war um den Österreicher geschehen: Eine Kochausbildung soll es sein! Dieser Entschluss war befeuert von dem Wunsch, einmal genauso gut wie seine Oma kochen zu können. Als Inspirationen begleiteten ihn stets die Bücher bekannter Spitzenköche wie Thomas Keller, Grant Achatz, sowie dem Franzosen Yannick Alléno.

Mit seinen 38 Jahren blickt Peter Reithmayr bereits auf eine Vielzahl beachtlicher Stationen im In-und Ausland zurück. Nach der Ausbildung im „Gut Brandlhof“ in Saalfelden folgten verschiedene Positionen im „Arabella Sheraton Fuschl & Davos“, bis er als Demi Chef de Partie im „The Westin“ Dublin das erste Mal mit Fine Dining in Berührung kam. Unter Sternekoch Reinhard Gerer perfektionierte er im Restaurant „Korso“ des Hotel Bristol in Wien die Kunst des Abschmeckens, bevor er 2006 als Chef de Partie im Gourmet-Restaurant „Le Fontainebleau“ im The Westgate Hotel in San Diego – damals unter den Top 100 Restaurants in Kalifornien – landete. Nach seiner Rückkehr ins „Gut Brandlhof“ 2008 zog es ihn abermals in die Ferne und er war sechs Monate als Chef de Partie auf der „Seaborn“ unterwegs. Zurück in Österreich arbeitete er als Sous-Chef im Fünf-Sterne-Hotel „Maximilian“ in Bad Grießbach bevor er 2012 im Gourmetrestaurant „Aqarium“ und den „SPA Villas Geinberg5“ seine Heimat fand. Hier leitet er ein 12-köpfiges Team von sechs Frauen und sechs Männern. Für ihn stehen nicht nur enge Lieferkontakte und ein hohes Qualitätsbewusstsein im Fokus, sondern auch nachhaltige Themen wie Plastikreduktion und das Einführen eines AMA Genussregion Zertifikates.

Vom Wiener Schnitzel bis hin zum Gourmetmenü, bei dem ausschließlich österreichische Produkte, wie beispielsweise die steirische Garnele, der Eismeersaibling aus der Steiermark oder Alpenkaviar aus Oberösterreich zum Einsatz kommen, verwöhnt Peter Reithmayr seine Gäste mit seinen Interpretationen der französischen und österreichischen Küche. Für die Zukunft der Gastronomie wünsche er sich, dass das Berufsspektrum der gesamten Gastronomie wieder höher bewertet, geachtet und honoriert werde und mehr junge Menschen eine erfüllende Arbeit in dieser Branche fänden. „Denn Koch sein ist nicht nur ein Job sondern eine Lebenseinstellung,“ sagt er.

Die nächste Reise bringt ihn nun in das 2. Vorfinale von ,,Koch des Jahres“. Für ihn ist seine Teilnahme ein Beweis an sich selbst, wie weit er es mit seinen kulinarischen Fähigkeiten in dem renommierten Live-Wettbewerb schaffen kann. Vielleicht so weit, dass er sich den Titel ,,Koch des Jahres“ sichern wird?

Michael Wankerl

Küchenchef und Inhaber Restaurant Gerüchteküche - Graz

,,Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt»

Der Wahlösterreicher Michael Wankerl hat bereits einiges an Wettbewerbserfahrung. So nahm er an der fünften Staffel des bekannten Fernsehformats „The Taste“ teil und ist auch beim „Koch des Jahres“ kein unbekanntes Gesicht. 2017 stellte er sich bereits in Bremerhaven und 2018 in Essen der Herausforderung. Nun will er sich ein drittes Mal im renommierten Wettbewerb beweisen.

Der Wunsch Koch entfachte in ihm durch einen klaren und einfachen Gedanken:,, Essen macht einfach glücklich und Kochen ist ein wunderbares Handwerk, um sich emotional auszudrücken und in Menschen Erinnerungen zu wecken, die sie mit besonderen Geschmäcker und Ereignisse verbinden.Er erinnere sich beispielsweise immer noch gerne an die weltbesten Bratkartoffeln seiner Oma zurück.

Der Küchenchef und Inhaber des Grazer Restaurants „Gerüchteküche“ blickt bereits auf 26 Jahre Berufserfahrung zurück. Zunächst absolvierte er allerdings eine Ausbildung als Elektrotechniker, bevor er seinen Weg ins ,,Hotel Bachmair am See***** de Luxe“ in Rottach Egern gefunden hat und dort die Kochausbildung abgeschlossen hatte. Zahlreiche Gourmetrestaurants wie dem ,,Restaurant Glockenbach“ in München oder dem ,,Restaurant Sieben“ in Nürnberg folgten. Für eine berufliche Veränderung zog der gebürtige Franke nach Graz und fand in Österreich schon bald seine neue Wahlheimat. 2014 wagte er dann den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete sein eigenes Restaurant „Gerüchteküche“ in Graz. Hier verfolgt er ein besonderes Konzept: Den Gast erwartet keine Speisekarte, sondern ein ständig wechselndes Überraschungsmenü – frei nach dem Motto „Es wird gegessen was auf den Tisch kommt“. Manche Abende habe er sogar schon für jeden Tisch etwas anderes gekocht – je nachdem was die Zutaten hergaben.

Neben dem Geschmack stehen in seiner Küchenphilosophie Nachhaltigkeit und Minimalismus im Fokus. Er kocht nach dem 80/20 – Prinzip – das heißt, dass seine Gerichte zu 80% aus pflanzlichen und zu 20% aus tierischen Produkten bestehen. Auch das Prinzip nose-to-tail wendet er nicht nur beim Tier an, sondern auch beim Gemüse – von der Wurzel bis zur Blüte. Weitere Schlagwörter, die die für Michael immer im Raum stehen: Regionalität und Saisonalität. So erledigt er seine Großeinkäufe mit seinem Lastenrad, statt mit einem Auto und schätzt den gegenseitigen Austausch mit Bauern und Produzenten.

Sein Küchenstil folgt dem Motto „Weniger ist mehr“ mit einer geheimen Zutat beigefügt: Emotionen. Hierfür schöpft er Inspirationen aus der Vergangenheit und aus dem Spiel der Jahreszeiten. Seine Gerichte sind so, wie er selbst ist : reduziert, klar, geradlinig und ehrlich.
Vor allem Letzteres betont er:„Ich habe gelernt zu mir selbst zu stehen und mein eigenes Ding zu machen ohne Angst zu haben, dass es vielleicht jemandem nicht passt.“ Ein Erfolgsrezept das Früchte trägt und seine Stammkunden sehr zu schätzen wissen.

Um noch kompromissloser zu werden, wünscht sich Michael für die Zukunft einen eigenen Bauernhof mit Permakultur und Restaurant, in dem er alles zubereiten kann, was er zuvor selber angebaut und geerntet hat – eine Erweiterung dessen, was er bereits in seiner „Gerüchteküche“ philosophiert und zu Tische trägt. Nun steht zunächst der Live-Wettbewerb ,,Koch des Jahres“ an. Wird er sich wieder ins Finale erkochen und dieses Mal nach dem Titel ,,Koch des Jahres“ greifen

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